Projekt Beschreibung
Das Wichtigste in Kürze
Der Salzburger Dom ist das Herzstück der historischen Altstadt und gilt als der erste große monumentale Kirchenbau des Frühbarocks nordöstlich der Alpen. Nach der Zerstörung mittelalterlicher Vorgängerbauten durch Brände entstand das heutige Gotteshaus im 17. Jahrhundert unter der Leitung des italienischen Baumeisters Santino Solari. Der Dom beeindruckt durch seine prachtvolle Fassade aus Untersberger Marmor, seine imposante 71 Meter hohe Tambourkuppel und seine reiche Kunstausstattung. Als Wirkungsstätte von Wolfgang Amadeus Mozart und als Kulisse des jährlichen Jedermann bei den Salzburger Festspielen nimmt der Dom eine zentrale Rolle im kulturellen Leben der Stadt ein.
Die wechselvolle Baugeschichte
Die Geschichte des Doms reicht weit bis in das Frühmittelalter zurück:
- Der erste Bau (774): Unter dem heiligen Bischof Virgil errichtet, wurde der ursprüngliche Bau 774 geweiht. Er zählte damals zu den größten Kirchenbauten Nordsystemen Europas.
- Der romanische Münster (1181): Nach einem verheerenden Stadtbrand 1167 ließ Erzbischof Konrad III. eine gewaltige romanische Basilika erbauen. Mit fünf Türmen war er zeitweise die größte Kathedrale im deutschsprachigen Raum.
- Der barocke Neubau (1614–1628): Ein erneuter Brand im Jahr 1598 lieferte Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau den Vorwand, den alten Dom radikal abzureißen. Realisiert wurde der Neubau schließlich ab 1614 unter Erzbischof Markus Sittikus und seinem Baumeister Santino Solari. 1628 wurde der neue Barockdom von Erzbischof Paris Lodron feierlich geweiht.
- Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und Wiederaufbau (1944–1959): Eine Fliegerbombe zerstörte 1944 die Hauptkuppel und Teile des Altarraums. Nach umfangreichen Restaurierungen konnte das Gotteshaus 1959 zum dritten Mal geweiht werden. Die drei Jahreszahlen der Weihen (774, 1628, 1959) sind noch heute an den Gittern der Eingangstore zu lesen.
Architektur und Ausstattung
Der Grundriss des Doms folgt dem Typus der lateinischen Kreuzform.
- Die Westfassade: Der Haupteingang aus hellem Untersberger Marmor wird von den Statuen der vier Schutzpatrone flankiert. Unten stehen die Apostel Petrus und Paulus, darüber die beiden Salzburger Landespatrone Rupert und Virgil.
- Eingangstore: Die drei Bronzetore stehen symbolisch für die christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnungund wurden im 20. Jahrhundert von namhaften Künstlern wie Giacomo Manzù gestaltet.
- Kuppel und Innenraum: Der lichtdurchflutete Innenraum ist mit prächtigem Barockstuck und alttestamentlichen Fresken von Donato Mascagni ausgeziert. Über der Vierung ragt die majestätische Kuppel empor.
- Romanisches Taufbecken: Ein besonderer Kunstschatz ist das bronzene Taufbecken aus dem Jahr 1311 mit Löwenfüßen aus dem 12. Jahrhundert. Hier wurden unter anderem Wolfgang Amadeus Mozart sowie Joseph Mohr (Texter des Weihnachtsliedes Stille Nacht, Heilige Nacht) getauft.
Kulturelle Bedeutung
Neben seiner Funktion als Kathedrale der Erzdiözese Salzburg ist der Dom weltberühmt für seine musikalische und kulturelle Tradition:
- Mozart-Wirkungsstätte: Wolfgang Amadeus Mozart wirkte hier als Hoforganist und Komponist und schuf zahlreiche seiner sakralen Meisterwerke (u. a. die Krönungsmesse) speziell für diesen Raum.
- Kulisse der Salzburger Festspiele: Der Domplatz dient jedes Jahr im Sommer als eindrucksvolle Open-Air-Bühne für die traditionelle Aufführung von Hugo von Hofmannsthals Theaterstück Jedermann.
+43 662 8047 6640
Mrz. – Jul., Sep., Okt. und Dez.
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 09:00 – 18:00 | 09:00 – 18:00 | 09:00 – 18:00 | 09:00 – 18:00 | 09:00 – 18:00 | 09:00 – 18:00 | 13:00 – 18:00 |
Aug.
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag |
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| 09:00 – 19:00 | 09:00 – 19:00 | 09:00 – 19:00 | 09:00 – 19:00 | 09:00 – 19:00 | 09:00 – 19:00 | 13:00 – 19:00 |
Jan., Feb. und Nov.
| Montag | Dienstag | Mittwoch | Donnerstag | Freitag | Samstag | Sonntag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 09:00 – 17:00 | 09:00 – 17:00 | 09:00 – 17:00 | 09:00 – 17:00 | 09:00 – 17:00 | 09:00 – 17:00 | 13:00 – 17:00 |
Hinweise:
Gottesdienste: Für Gottesdienstbesucher öffnet der Dom von Montag bis Samstag ab 06:15 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen ab 08:00 Uhr. Während der Messen ist keine touristische Besichtigung möglich.
Musik zu Mittag & Veranstaltungen: An Werktagen findet von 12:00 bis 12:30 Uhr oft das Orgelkonzert „Musik zu Mittag“ statt.
Festspielzeit (Juli/August): Während Proben und Aufführungen des Jedermann auf dem Domplatz kann es zu kurzfristigen Schließungen oder eingeschränkten Zugängen kommen.
Für die Besichtigung des Dom zu Salzburg wird ein sogenannter Erhaltungsbeitrag erhoben, der der Pflege und Restaurierung des historischen Bauwerks zugutekommt:
Reguläre Eintrittspreise (Erhaltungsbeitrag)
- Erwachsene: 7,00 €
- Jugendliche (14 bis 18 Jahre): 3,50 €
- Kinder (bis einschließlich 13 Jahre): Eintritt frei
- Inhaber der Salzburg Card: ermäßigter Erhaltungsbeitrag von 5,50 € (Jugendliche 14–18 Jahre: 2,00 €)
- Gottesdienstbesucher & Betende: Der Zugang für das persönliche Gebet und die Teilnahme an Heiligen Messen ist kostenfrei.
Kombi-Tickets & Führungen
- Audioguide: 3,00 € (zusätzlich zum Erhaltungsbeitrag).
- Öffentliche Domführung: 12,00 € für Erwachsene (6,00 € für Jugendliche 14–18 Jahre; Kinder bis 13 Jahre frei). Der reguläre Erhaltungsbeitrag ist in diesem Ticket bereits enthalten.
- Orgelkonzert „Musik zu Mittag“: 12,00 € für Erwachsene (6,00 € für Jugendliche 14–18 Jahre; Kinder bis 13 Jahre frei). Auch hier ist der Erhaltungsbeitrag für den Dombesuch inkludiert.
Tickets können direkt an den Kassen im Domfoyer oder vorab im Online-Ticketshop des Doms erworben werden.
Mit dem Auto
Die Salzburger Altstadt ist weitgehend für den regulären Autoverkehr gesperrt. Eine direkte Anfahrt bis zum Domplatz ist nicht möglich.
Die beste Parkmöglichkeit bietet die CONTIPARK Tiefgarage Altstadtgarage (Mönchsberggarage). Auf der anderen Salzachseite steht die Parkgarage Linzer Gasse, von der aus der Dom in etwa 10 Gehminuten über den Staatssteg oder den Mozartsteg erreichbar ist.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Da das Areal rund um den Dom komplett autofrei ist, bieten Busse die beste Möglichkeit zur Anreise.
- Ab Hauptbahnhof Salzburg:
- Nutzen Sie die O-Bus-Linien 1, 3, 5, 6 oder 10 in Richtung Zentrum.
- Fahren Sie bis zur Haltestelle Rathaus oder Ferdinand-Hanusch-Platz.
- Von dort sind es nur ca. 3–5 Gehminuten durch die Getreidegasse oder über den Residenzplatz direkt zum Domplatz.
- Alternativer Ausstieg:
- Auch von der Haltestelle Mozartsteg aus erreichen Sie den Dom in etwa 3 Minuten zu Fuß.






