Projekt Beschreibung
Das Wichtigste in Kürze
Die Franziskanerkirche in Salzburg – offiziell die Ordenskirche „Unserer Lieben Frau“ – zählt zu den bedeutendsten und ältesten Sakralbauten der Salzburger Altstadt. Das Bauwerk zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Kombination verschiedener Baustile aus: Das gedrungene, romanische Langhaus bildet einen eindrucksvollen Kontrast zum lichten, spätgotischen Hallenchor und dem barocken Hochaltar von Johann Bernhard Fischer von Erlach.
Baugeschichte und Entwicklung
Die Ursprünge der Kirche reichen bis in das frühe Mittelalter zurück. Bereits im 8. Jahrhundert unter Abtbischof Virgil wurde an dieser Stelle ein der Gottesmutter geweihtes Gotteshaus erwähnt, das als Tauf- und Synodalkirche genutzt wurde. Nachdem ein großer Stadtbrand im Jahr 1167 den Bau zerstörte, entstand eine dreischiffige spätromanische Basilika, die 1223 geweiht werden konnte.
Im 15. Jahrhundert setzte das Salzburger Bürgertum als Zeichen seines gewachsenen Wohlstands und Selbstbewusstseins ein architektonisches Statement: Der Meister Hans von Burghausen (später fortgeführt von Stephan Krumenauer) ersetzte den alten romanischen Chor durch einen wesentlich höheren, spätgotischen Hallenchor.
Ende des 16. Jahrhunderts übergab Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Kirche den Franziskanern. In den folgenden Jahrzehnten erfuhren die Kapellen und der Altarraum schrittweise barocke Umgestaltungen.
Architektur und Raumerlebnis
Beim Betreten der Kirche erleben Besucher einen faszinierenden architektonischen Übergang, der oft symbolisch als Schritt „vom Dunkel ins Licht“ beschrieben wird:
- Das romanische Langhaus: Es präsentiert sich als hohes, schmales und eher schlicht gehaltenes dreijochiges Schiff mit massiven Pfeilern. Die gedämpfte Lichtstimmung vermittelt die Geborgenheit und Erdung der Romanik.
- Der spätgotische Hallenchor: Beim Weiterschreiten öffnet sich der Raum zu einer weiten, lichtdurchfluteten Halle. Bündelpfeiler streben nach oben und gehen in ein filigranes Rippengewölbe über, das den Blick nach oben zieht.
Ausstattung und Kunstschätze
- Der Hochaltar: Das optische Zentrum bildet der von Johann Bernhard Fischer von Erlach in den Jahren 1709/10 geschaffene Hochaltar. Er fügt sich harmonisch in die gotische Chorarchitektur ein und dient als Rahmen für das eigentliche Hauptwerk.
- Die Pacher-Madonna: Im Zentrum des Hochaltars steht die spätgotische Figur der thronenden Muttergottes. Sie stammt von dem berühmten Südtiroler Bildhauer Michael Pacher und ist das einzige erhaltene Hauptelement seines ursprünglichen Flügelaltars von 1498.
- Der Kapellenkranz: Der Chor ist von neun Kapellen umgeben, die im 17. und 18. Jahrhundert von namhaften Künstlern mit aufwendigen Barock- und Stukkaturarbeiten ausgestattet wurden.
- Das romanische Stufenportal: Im Umfeld des Eingangs zeugen erhaltene Portale von der romanischen Baukunst, darunter das filigrane Südportal mit Weinrankenfries und Reliefdarstellungen.
Bedeutung heute
Die Franziskanerkirche liegt mitten in der Altstadt nahe der Residenz und dem Salzburger Dom. Als Ort der Stille und Frömmigkeit bildet sie einen ruhigen Gegenpol zur monumentalen Barockarchitektur des Doms und zieht Tag für Tag Gläubige sowie Kunstinteressierte aus aller Welt an.
keine
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| 06:00 – 20:00 | 06:00 – 20:00 | 06:00 – 20:00 | 06:00 – 20:00 | 06:00 – 20:00 | 06:00 – 20:00 | 07:00 – 20:00 |
kostenlos
Mit dem Auto
Da die historische Altstadt für den normalen Autoverkehr weitgehend gesperrt ist, wählst du am besten die Parkmöglichkeiten in der Altstadtgarage (Mönchsberg):
- Zufahrt: Über den Neutor-Tunnel (Sigmundstor) direkt in die CONTIPARK Tiefgarage Altstadtgarage AKlicken zum Öffnen einer Seitenleiste mit weiteren Informationen bzw. MönchsberggarageKlicken zum Öffnen einer Seitenleiste mit weiteren Informationen.
- Ausgang: Über den Ausgang Toscaninihof.
- Fußweg: Vom Toscaninihof sind es nur rund 2 Gehminuten zur Franziskanerkirche.
- Tipp: Wenn du in der Altstadt einkaufst oder Gastronomie besuchst, kannst du dir das Parkticket an den Lochstationen lochten lassen, um den reduzierten Altstadt-Tarif zu erhalten.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Die Anreise mit Bus und Bahn ist die bequemste Option, da die Kirche nur wenige Gehminuten von den zentralen Bushaltestellen entfernt liegt:
- Vom Hauptbahnhof Salzburg:
- Obus-Linien: Nimm die Obus-Linien 1, 3, 5 oder 6 in Richtung Zentrum.
- Ausstieg: Haltestelle Rathaus oder Ferdinand-Hanusch-Platz.
- Fußweg: Von der Haltestelle Rathaus gehst du ca. 3–5 Minuten durch die Getreidegasse/Sigmund-Haffner-Gasse direkt zur Franziskanerkirche.






