Projekt Beschreibung

NEUES RATHAUS MÜNCHEN




Beschreibung

Das Wichtigste zum Neuen Rathaus München in Kürze

Viele Besucher Münchens halten das Neue Rathaus am Marienplatz fälschlicherweise für ein jahrhundertealtes Gebäude. Wahr ist hingegen, dass das Neue Rathaus erst in den Jahren 1867 bis 1909 als Sitz des Oberbürgermeisters, des Stadtrates und Hauptsitz der Stadtverwaltung im neugotischen Stil gebaut wurde. Trotzdem ist das Neue Rathaus aufgrund seiner Größe und seiner Eleganz sicherlich eines der schönsten Bauwerke der Stadt und nicht nur wegen seines berühmten Glockenspiels und der grandiosen Aussicht vom Rathausturm einen Besuch wert.

Die Geschichte des Neuen Rathauses München

Auslöser für den Bau des Neuen Rathauses waren die Mitte des 19. Jahrhunderts zu klein gewordenen Räumlichkeiten im Alten Rathaus auf der Ostseite des Marienplatzes. In Erinnerung an die bürgerliche Hochblüte während der Gotik fiel die Wahl auf einen Entwurf im neugotischen Stil, wodurch ein eigenständiger architektonischer Akzent im Gegensatz zu den Bauten des Königshauses gesetzt wurde.

Als Bauplatz wurde die Nordseite des Marienplatzes gewählt, wo noch die Landschaftshäuser standen, die im ausgehenden Mittelalter als eine Art Vertretung der Landschaften gegenüber dem bayerischen Herzog bzw. Kurfürsten errichtet worden waren. Der erste Bauabschnitt des Neuen Rathauses begann nach Plänen des Architekten Georg Hauberrisser im Jahre 1867. Als deutlich wurde, dass der Neubau nicht ausreichen würde, die gesamte Verwaltung aufzunehmen, begann die Stadt ab 1887 sämtliche dem Rathaus benachbarte Anwesen an der Diener-, Landschaft- und Weinstraße aufzukaufen.

1897 entschied der Münchner Magistrat, das Rathaus durch Erweiterungsbauten am Marienplatz zu einem vierseitigen Komplex zu ergänzen, der die gesamte Fläche zwischen Marienplatz und Landschaftstraße einerseits und zwischen Weinstraße und Dienerstraße ausfüllen sollte. 1898 begannen die Arbeiten für die Erweiterung mit dem Rathausturm, ebenfalls unter Architekt Georg von Hauberrisser. Im Dezember 1905 war mit dem Setzen des Schlusssteins auf dem 85 Meter hohen Rathausturm der letztes Bauabschnitt beendet. Bei der architektonischen Gestaltung des Münchner Rathausturmes ließ sich Hauberrisser deutlich vom spätgotischen Brüsseler Rathaus­turm aus dem 15. Jahrhundert inspirieren.

Bei den Luftangriffen auf München 1944 leicht beschädigt, wurde das Neue Rathaus nach dem Krieg umgebaut. Die Bauabschnitte am Marienplatz erhielten ein zusätzliches Stockwerk, das sich hinter der neugotischen Balustrade versteckt, so dass der alte Eindruck erhalten blieb.

Die Architektur des Neuen Rathauses München

Der Rathauskomplex aus Back- und Muschelkalkhaustein besitzt sechs Innenhöfe. Die fast 100 Meter lange Hauptfassade zum Marienplatz hin ist reich geschmückt. Sie zeigt den Welfenherzog Heinrich den Löwen und fast die gesamte Linie des Wittelsbacher Herrscherhauses in Bayern und ist der umfangreichste Fürstenzyklus an einem deutschen Rathaus.

Als zentrales Denkmal in der Mitte der Hauptfassade oberhalb des Wachenhauses ist ein Reiterstandbild des Prinzregenten Luitpold zu sehen. An der Hauptfassade am Marienplatz und an der in der Weinstraße sind Münchner Originale, neugotische Wasserspeier in Form von Fratzen und Masken, allegorische Bilder, Themen aus dem Leben von Heiligen und volkstümliche Sagengestalten zu entdecken. Zahlreiche Glasfenster mit lokalen, regionalen, nationalen, internationalen und religiösen Motiven zieren das Gebäude.

Die Aussicht vom Rathausturm

Der 85 Meter hohe Rathausturm wird gekrönt vom Münchner Kindl, das von Anton Schmid geschaffen wurde. Unterhalb der Spitze befindet sich eine Aussichtsgalerie, von der aus man einen herrlichen Blick über München genießt. Bei klarem Wetter kann man im Süden sogar die Alpen erkennen. Die Aussicht vom Rathausturm können sogar fußmüde Menschen genießen, denn zwei Lifte führen hinauf zur Aussichtsplattform.

Das Glockenspiel des Neuen Rathauses München

An der Turmspitze befindet sich das fünftgrößte Glockenspiel Europas, das mehrmals täglich für noch mehr Überfüllung auf dem ohnehin schon überfüllten Marienplatz sorgt. Jeden Tag um 11 und 12 Uhr (von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr) spielen die 43 Glocken nacheinander vier verschiedene Melodien, zu denen zwei Ereignisse aus der Münchner Stadtgeschichte dargestellt werden.

Zum einen die im Jahre 1568 gefeierte Hochzeit von Herzog Wilhelms V. mit Renate von Lothringen. Zu Ehren des Brautpaares fand damals ein Ritterturnier auf dem Marienplatz statt. Die Etage darunter zeigt den sogenannten „Schäfflertanz“. Der Legende nach sollen sich nach einer schweren Pestepidemie die Fassmacher als Erste wieder auf die Straßen der Stadt gewagt und die verängstigte Bevölkerung mit ihren Tänzen erheitert haben.

Um 21 Uhr gibt es dann noch jeden Abend die Gute-Nacht-Geschichte des Glockenspiels. Zur Musik aus Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ sowie Johannes Brahms‘ „Wiegenlied“ wird das Münchner Kindl zu Bett gebracht, begleitet von einem Nachtwächter, der auf sein Horn bläst und einem Engel, der es segnet.

Führungen durch das Neue Rathaus München

Wer sich das Neue Rathaus nicht nur von außen ansehen will, kann die Räumlichkeiten im Rahmen einer Führung besuchen. Die Rundgänge liefern spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur des Neuen Rathauses. Wer hingegen lieber vor der Kulisse des neugotischen Prachtbaus etwas speist, ist im Ratskeller im Untergeschoss des Rathauses gut aufgehoben.




Website

Nicht vorhanden.

Telefon

Nicht vorhanden.

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten Rathausturm:

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
10:00 – 20:00 10:00 – 20:00 10:00 – 20:00 10:00 – 20:00 10:00 – 20:00 10:00 – 20:00 10:00 – 18:30

Uhrzeiten Führungen:

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag
keine keine keine keine 18:00 11:30 und 15:30 11:30 und 13:30

Eintrittspreise

Eintrittspreise Rathausturm:

Erwachsene: 6,50€

Senioren: 5,50€

Studenten: 5,50€

Kinder und Jugendliche (7 – 18): 2,50€

Kleinkinder (0 – 6): kostenlos

Eintrittspreise Führungen:

Erwachsene: 22€

Senioren: 20€

Studenten: 20€

Kinder und Jugendliche (6 – 14): 11€

Kleinkinder (0 – 5): kostenlos

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Lage

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

S-Bahnlinien 1, 2, 3, 4, 6, 7 und 8: Haltestelle Marienplatz

U-Bahnlinien 3 und 6: Haltestelle Marienplatz

Buslinie 132: Haltestelle Marienplatz

Mit dem Auto:

Nächstgelegenes Parkhaus ist die CONTIPARK Tiefgarage Marienplatz.

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