Projekt Beschreibung

SANTA MARIA PRESSO SAN SATIRO




Beschreibung

Das Wichtigste zu Santa Maria presso San Satiro in Kürze

Santa Maria presso San Satiro (dt. „Heilige Maria beim Heiligen Satyrus“) ist ein Komplex von Sakralbauten in Mailand, der drei kunstgeschichtlich bedeutende Teile enthält. Keimzelle ist ein kleiner Zentralbau aus dem 9. Jahrhunderts, der noch im Kern erhalten ist. In der Renaissance wurde um 1480 eine Marienkirche angefügt, die durch ihren ungewöhnlichen Grundriss und die geniale Scheinarchitektur des Chores von Donato Bramante berühmt ist. Die Sakristei, ebenfalls von Bramante entworfen, gehört zu den wichtigen Zentralbauten der italienischen Frührenaissance.

Die Geschichte von Santa Maria presso San Satiro

Erzbischof Anspertus ließ um 870 den kleinen Zentralbau als Kirche für den Heiligen Satyrus, einen Bruder des berühmten Bischofs Ambrosius von Mailand, errichten. Im Auftrag von Herzog Galeazzo Maria Sforza wurde 1478 die anschließende Marienkirche begonnen. Ihre Baugeschichte ist relativ undurchsichtig. Vor allem der Anteil des bekannten Baumeisters Donato Bramante ist Gegenstand von Spekulationen. Historiker gehen allgemein davon aus, dass die Idee einer Zentralbaukonzeption für die Kirche auf Bramante zurückgeht. Für die Bauleitung und Realisierung im Detail war vermutlich der Bildhauer, Architekt und Ingenieur Giovanni Antonio Amadeo verantwortlich.

Die Architektur von Santa Maria presso San Satiro

Beim Bau der Marienkirche erwiesen sich die Platzverhältnisse als äußerst problematisch. Aufgrund einer hinter der Kirche liegenden Hauptstaße war nicht ausreichend Platz für den Bau vorhanden. Der Chor musste deshalb in der Länge verkürzt werden, was die Kirche merkwürdig verkürzt erscheinen ließ. Als berühmtester und vielleicht auch genialster Baumeister seiner Zeit, war Bramante der richtige Mann für diesen Job. Um dieses Hindernis zu beseitigen, schuf er einfach eine grandiose optische Täuschung.

Optische Täuschungen waren in der Spätrenaissance und im frühen Barock ein beliebtes Stilmittel. Was Bramante jedoch in Santa Maria presso San Satiro leistete, hob die optische Täuschung auf ein neues Niveau. Wer die Kirche betritt, hat den Eindruck, einen viel tieferen Raum vor sich zu haben als in der Realität. Diese optische Täuschung verschwindet, sobald man die Hauptachse des Innenraums wieder verlässt. Sobald man aber wieder auf der Achse steht, ist sie wieder zurück.

Im Jahre 1483 errichtete Agostino de Fonduti nach Bramantes Entwurf im westlichen Winkel zwischen Lang- und Querhaus die Sakristei. Auch nach dem Sturz Herzog Ludovico Moros und dem Weggang Bramantes im Jahre 1499 wurde der Bau fortgesetzt und bis 1514 vollendet. Nur die von Amadeo begonnene Nordfassade wurde erst 1871 in Abwandlung seiner Pläne in kühl-historisierendem Stil abgeschlossen.




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Eintrittspreise

Kostenlos.

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Lage

Anfahrt

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Metrolinien 1 und 3: Haltestelle Duomo

Straßenbahnlinien 2, 3, 12, 14, 15, 16 und 19: Haltestelle Duomo

Mit dem Auto:

Nächstgelegenes Parkhaus ist der Autosilo Diaz.

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