Projekt Beschreibung
Das Wichtigste in Kürze
Die Felsenreitschule in Salzburg ist eine der weltweit faszinierendsten und geschichtsträchtigsten Spielstätten für darstellende Kunst. Ursprünglich im 17. Jahrhundert als Steinbruch für den Bau des Salzburger Domes und später als Reitschule angelegt, wurde sie im Jahr 1926 von Regie-Pionier Max Reinhardt in ein einzigartiges Freilufttheater verwandelt. Charakteristisch für den monumentalen, in den Mönchsberg hineingebauten Raum sind die dreigeschossigen Arkadenreihen aus Naturstein. Heute dient die Felsenreitschule als eine der Hauptbühnen der renommierten Salzburger Festspiele und verbindet historische Architektur mit modernster Bühnen- und Dachtetechnik.
Ursprung und Architektur: Vom Steinbruch zum Theater
Die Geschichte der Felsenreitschule begann in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Damals wurde am Fuße des Salzburger Mönchsbergs massiver Konglomerat-Stein gebrochen, der unter anderem für die Errichtung des Salzburger Domes benötigt wurde.
Nach Abschluss der Steinbrucharbeiten gestaltete Johann Bernhard Fischer von Erlach den Ort im Jahr 1693 zu einer Sommerreitschule und einer Veranstaltungsstätte für die erzbischöfliche Kavallerie um. Das architektonische Markenzeichen der Spielstätte entstand in dieser Epoche: 96 übereinandergestapelte Arkadenbögen, die sich in drei Geschossen in den Fels des Mönchsbergs einfügen.
Einzug der Kultur und die Ära Max Reinhardt
Lange Zeit diente das Areal für höfische Turniere, Tierhetzen und Reitvorführungen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wandelte sich die Zweckbestimmung fundamental. Auf Initiative des Theater- und Festspielmitbegründers Max Reinhardt wurde die einstige Reitschule in den 1920er-Jahren für die Kultur geöffnet.
1926 hielten die Salzburger Festspiele Einzug in das markante Freiluftareal. Die natürliche Felskulisse bot Regisseuren und Bühnenbildnern fortan unvergleichliche gestalterische Möglichkeiten. Berühmt wurde beispielsweise die 1933 von Clemens Holzmeister errichtete „Faust-Stadt“, welche die Kulissenwände architektonisch einbezog. Unter Dirigentenlegende Herbert von Karajan erlebte die Felsenreitschule ab 1948 zudem ihre Premiere als Opernbühne (mit Glucks Orfeo ed Euridice).
Moderne Umbauten und technische Innovationen
Um den steigenden witterungsbedingten und technischen Anforderungen des modernen Musik- und Sprechtheaters gerecht zu werden, wurde die Felsenreitschule mehrfach grundlegend modernisiert:
- Das bewegliche Dach: Um Aufführungen wetterunabhängig zu machen, erhielt die Spielstätte eine lichtdichte, ausfahrbare Regenplane mitsamt integriertem Schallschutz und Regenauffangnetz, die sich je nach Bedarf öffnen und schließen lässt.
- Generalinstandsetzung (2010–2011): Nach Plänen des Architekturbüros HALLE 1 wurde das Gebäude umfassend erneuert. Die Maßnahme umfasste eine freitragende Zuschauertribüne (mit rund 1.400 bis 1.500 Sitzplätzen), eine tiefergelegte Unterbühne sowie modernste Beleuchtungs- und Akustiksysteme.
- Akustische Optimierungen: Neben der natürlichen, imposanten Akustik des Felsens sorgt heute bei Bedarf ein hochentwickeltes elektronisches Raumakustiksystem dafür, dass Klänge optimal im Raum verteilt werden.
Die Felsenreitschule in der Gegenwart
Heute ist die Felsenreitschule neben dem Großen Festspielhaus und dem Haus für Mozart ein unverzichtbarer Fixpunkt im Festspielbezirk. Sie prägt das Profil der Salzburger Festspiele und der Osterfestspiele maßgeblich. Durch die Symbiose aus rohem, urzeitlichem Fels, den historischen Renaissance-Arkaden und hochmoderner Bühnentechnik bietet sie bis heute eine der spektakulärsten Kulissen der internationalen Theater- und Opernwelt.
+43 662 8045 0
Die Felsenreitschule ist kein klassisches Museum mit durchgehenden, täglichen Publikumsöffnungszeiten, sondern eine aktive Spielstätte der Salzburger Festspiele. Daher richtet sich der Zugang primär nach dem Spielplan und folgenden Angeboten:
- Bei Veranstaltungen & Aufführungen: Die Spielstätte ist grundsätzlich nur im Rahmen von gebuchten Opern-, Konzert- oder Theateraufführungen sowie offiziellen Veranstaltungen zugänglich.
- Führungen durch die Festspielhäuser: Für Besucher, die das Gebäude und die berühmten Arkaden besichtigen möchten, werden im Regelfall öffentliche Führungen angeboten.
- Aktuelle Einschränkungen: Aufgrund von Bauarbeiten im Foyerbereich finden Führungen aktuell (und bis auf Weiteres) eingeschränkt statt, wobei der Fokus vor allem auf dem Großen Festspielhaus liegt und die Felsenreitschule im Rahmen dessen zeitweise nicht regulär besichtigt werden kann.
Tipp: Wenn Sie eine Aufführung besuchen möchten oder Details zu aktuellen Führungs- und Ticketzeiten suchen, empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Website der Salzburger Festspiele.
abhängig von der Veranstaltung
Mit dem Auto
- Parken: Da es direkt an der Felsenreitschule bzw. in der engen Altstadt kaum Parkplätze gibt, steuerst du am besten die nahegelegenen Parkgaragen an.
- Beste Parkmöglichkeiten: Die Altstadt-Garagen (Garage A und B, im Berginneren des Mönchsbergs) sind ideal gelegen. Sie sind fußläufig nur wenige Minuten von den Festspielhäusern entfernt. Von dort aus gelangst du bequem und trockenen Fußes in die Altstadt.
- Navigation: Gib am besten direkt „Hofstallgasse“ oder den Namen der Parkgarage in dein Navigationssystem ein.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Per Bus: Salzburg ist hervorragend mit dem Busnetz (Salzburg Linien) erschlossen. Die nächstgelegenen Haltestellen für den Weg zur Felsenreitschule und zum Festspielbezirk sind:
- Herbert-von-Karajan-Platz (wird u. a. von den Buslinien 1, 4, 8, 10 und 22 angefahren). Von dort aus sind es nur wenige Schritte durch die Hofstallgasse zum Eingang.
- Rathaus oder Ferdinand-Hanusch-Platz, von wo aus man ebenfalls in wenigen Gehminuten durch die malerische Altstadt am Ziel ist.
- Zu Fuß vom Hauptbahnhof: Wenn du mit dem Zug anreist, erreichst du den Hauptbahnhof Salzburg. Von dort aus kannst du entweder ca. 20–25 Minuten zu Fuß durch die Neustadt und über die Salzach spazieren oder in wenigen Minuten mit einer der Buslinien direkt zum Herbert-von-Karajan-Platz fahren.






