Projekt Beschreibung
Das Wichtigste in Kürze
Schloss Leopoldskron zählt zu den bedeutendsten Rokoko-Bauwerken in Österreich und blickt auf eine bewegte Geschichte zwischen fürstlicher Macht, künstlerischer Blütezeit und politischem Wandel zurück. Im 18. Jahrhundert als sommerlicher Familiensitz für einen Salzburger Fürsterzbischof erbaut, stieg das Schloss im 20. Jahrhundert unter dem Theaterregisseur Max Reinhardt zur Geburtsstätte der Salzburger Festspiele und zum internationalen Treffpunkt der Kulturszene auf. Heute befindet sich die denkmalgeschützte Anlage direkt am idyllischen Leopoldskroner Weiher im Besitz des überparteilichen Salzburg Global Seminar und wird als exklusives Hotel- und Veranstaltungshaus genutzt. International erlangte das Anwesen zudem als prominenter Drehort des Kinoklassikers The Sound of Music weltweite Bekanntheit.
Entstehung und Rokoko-Architektur im 18. Jahrhundert
Die Geschichte des Anwesens begann im Jahr 1736. Der Salzburger Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian ließ das Schloss als privaten Familiensitz am südlichen Stadtrand von Salzburg errichten. Die Architektur vereint spätbarocke Stilelemente mit opulenten Rokoko-Verzierungen.
Die Lage direkt an einem künstlich angelegten Weiher bot einen malerischen Blick auf die Festung Hohensalzburg und die umliegende Alpenkulisse. Nach dem Tod des Erzbischofs im Jahr 1744 verblieb das Schloss für fast ein Jahrhundert im Besitz der Familie Firmian. Bemerkenswert ist, dass das Herz des Erzbischofs auf seinen eigenen Wunsch hin in der schlosseigenen Kapelle beigesetzt wurde.
Verfall, Besitzerwechsel und der Wandel im 19. Jahrhundert
Nachdem die Familie Firmian das Anwesen im 19. Jahrhundert verkaufte, folgte eine Phase häufiger Besitzerwechsel und relativer Instabilität. Das Schloss verlor zeitweise seinen glanzvollen Charakter und wurde unter anderem als Kuranstalt, Hotel und Restaurant genutzt. Zu den prominenten Zwischenbesitzern zählte unter anderem der abgedankte König Ludwig I. von Bayern, der den Ort zeitweilig als Sommerresidenz nutzte.
Die Ära Max Reinhardt und die Geburtsstätte der Salzburger Festspiele
Einen tiefgreifenden Wendepunkt markiert das Jahr 1918, als der berühmte Regisseur, Intendant und Mitbegründer der Salzburger Festspiele, Max Reinhardt, das stark vernachlässigte Anwesen erwarb. Reinhardt ließ das Schloss über Jahre hinweg restaurieren, erweiterte die Innenräume (darunter eine prachtvolle, zweigeschossige Bibliothek nach dem Vorbild des Stifts St. Gallen) und gestaltete den Park um.
Unter Reinhardt wurde Leopoldskron zu einem kulturellen Hotspot Europas:
- Wiege der Festspiele: Zusammen mit Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss verfeinerte Reinhardt auf Schloss Leopoldskron das Konzept der Salzburger Festspiele, die 1920 erstmals stattfanden.
- Das Schloss als Bühne: Reinhardt nutzte die Räumlichkeiten und den Park regelmäßig für Theateraufführungen, bei denen das Publikum mit den Darstellern von Raum zu Raum zog.
Die Blütezeit endete gewaltsam im Jahr 1938 mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde Max Reinhardt enteignet und flüchtete in die USA. Das Schloss wurde von den Nationalsozialisten beschlagnahmt und ging erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder an Reinhardts Erben zurück.
Globaler Treffpunkt und Popkultur
- Salzburg Global Seminar: 1947 gründeten Absolventen der Harvard University im Schloss das Salzburg Seminar(heute Salzburg Global Seminar). Die internationale Non-Profit-Organisation kaufte das Schloss schließlich 1956 von den Reinhardt-Erben. Bis heute dient das Schloss als Plattform für Konferenzen, Führungskräfte-Programme und den interdisziplinären Dialog über globale Zukunftsfragen.
- „The Sound of Music“: 1964 diente das Anwesen sowie der angrenzende Meierhof als Drehort für den Hollywood-Klassiker The Sound of Music. Die Schlossterrasse und der Weiher dienten als Kulisse für das Anwesen der Familie von Trapp.
Das Schloss heute
Schloss Leopoldskron befindet sich weiterhin im Besitz des Salzburg Global Seminar. Seit 2014 wird die Anlage gemeinsam mit dem angrenzenden Meierhof als preisgekröntes Hotel genutzt. Während die historischen Prunkräume und der Park primär den Hotelgästen und Seminarteilnehmern vorbehalten sind, können Räumlichkeiten auch für private Veranstaltungen, Tagungen und Hochzeiten gemietet werden.
+43 662 83983-0
keine
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Mit dem Auto
- Aus Richtung Wien / Linz (A1) oder München (A8 / A10):
- Über die Autobahn A1 bzw. A10 die Ausfahrt Salzburg-Süd (Richtung Anif / Berchtesgaden) oder Salzburg-West (Richtung Flughafen) nehmen.
- Der Beschilderung Richtung Zentrum / Altstadt bzw. Leopoldskron folgen (über die Moosstraße oder Alpenstraße).
- Adresse für das Navigationssystem: Leopoldskronstraße 56–58, 5020 Salzburg, Österreich.
- Parkmöglichkeiten:
- Hotel- und Seminargäste: Auf dem Gelände des Schlosses bzw. beim angrenzenden Meierhof stehen private Gästeparkplätze zur Verfügung.
- Tagesbesucher: Im öffentlichen Straßenraum entlang der Leopoldskroner Straße gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Alternativ kann der Parkplatz beim nahegelegenen Freibad Leopoldskron genutzt werden (ca. 5 Minuten Fußweg).
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Vom Salzburger Hauptbahnhof oder aus der Altstadt führen direkte Busverbindungen zum Schloss:
- Buslinie 22 (Direktverbindung):
- Route: Fährt direkt vom Hauptbahnhof über das Stadtzentrum (z. B. Haltestelle Zentralschulhaus / Ferdinand-Hanusch-Platz nahe der Altstadt) Richtung Josefiau.
- Zielhaltestelle: Salzburg Schloss Leopoldskron oder Freibad Leopoldskron.
- Gehzeit: Von der Haltestelle Schloss Leopoldskron liegt der Eingang direkt wenige Schritte entfernt.
- Buslinie 21:
- Route: Fährt von der Altstadt / Hanusch-Platz Richtung Freibad Leopoldskron.
- Zielhaltestelle: Salzburg Freibad Leopoldskron.
- Gehzeit: Von dort sind es etwa 5 bis 7 Minuten zu Fuß entlang der Leopoldskroner Straße/am Weiher entlang.






