ISTANBUL

Warum ist Istanbul eine Reise wert?

Istanbul ist eine wahrlich magische Stadt. Als einzige Stadt der Welt am Schnittpukt zweier Kontinente gelegen, treffen hier Europa und der Nahe Osten aufeinander und machen zusammen Istanbuls absolut einzigartiges Flair aus. Dass eine Metropole, die als Hauptstadt des byzantinischen und des osmanischen Reiches so lange im Mittelpunkt der Welt stand, auch jede Menge Sehenswürdigkeiten von Weltrang besitzt, muss eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden. Istanbul gehört definitiv zu den Städten der Welt, die man (mindestens) einmal gesehen haben muss.

Hier sind unsere Top10 Gründe für eine Reise nach Istanbul:

1. Es gibt nur eine einzige Stadt auf der Welt, die gleichzeitig auf zwei Kontinenten liegt, und das ist Istanbul. Wo sonst kann man mit dem Auto oder dem Schiff innerhalb weniger Minuten von Europa nach Asien und umgekehrt fahren!?

2. Kaum eine Stadt der Welt hat eine so besondere und nahe Lage am Wasser wie Istanbul. Die Stadt schlängelt sich entlang der Ufer von Bosporus, Goldenem Horn und Marmarameer.

3. Istanbul war über viele Jahrhunderte die Hauptstadt des byzantinischen und des osmanischen Reiches. Kaum eine andere Stadt Europas, ja der ganzen Welt, kann mit einer derart langen und bedeutenden Geschichte aufwarten wie Istanbul.

4. In Istanbul stehen einige weltberühmte Sehenswürdigkeiten. Die Hagia Sophia, die Sultan-Ahmed-Moschee und den Topkapi-Palast sollte jeder Reisende einmal im Leben gesehen haben.

5. In Istanbul stehen eine Reihe außergewöhnlicher historischer Bauwerke, wie die spätantike Zisterne Cisterna Basilica, der römische Valens-Aquädukt, der mittelalterliche Galataturm und der Leanderturm mitten im Bosporus.

6. Istanbul ist eine Stadt der Paläste. Die osmanischen Sultane ließen sich im Laufe der Geschichte einige der prachtvollsten Residenzen der Welt an den Ufern des Bosporus errichten.

7. Istanbul ist eine Stadt der Moscheen. In kaum einer anderen Metropole gibt es so viele, so schöne islamische Gotteshäuser zu bestaunen wie hier.

8. Türkische Bäder gibt es inzwischen in vielen Städten. Aber die bekanntesten und besten stehen immer noch in Istanbul.

9. Dass die türkische Küche zu den leckersten der Welt gehört, ist kein Geheimnis. Dementsprechend gut kann man in Istanbul essen.

10. Die Basare von Istanbul sind weltberühmt und garantieren ein unvergleichliches Einkaufserlebnis.

Für wen ist Istanbul eine Reise wert?

Sehenswürdigkeiten-Abklapperer: 

Hagia Sophia, Sultan-Ahmed-Moschee, Topkapi-Palast, Cisterna Basilica, Leanderturm, Dolmabahçe-Palast – die Liste der weltbekannten Sehenswürdigkeiten in Istanbul ist lang.

Geschichtsinteressierte:

Byzanz, dann Konstantinopel und schließlich Istanbul spielte über viele Jahrhunderte eine entscheidende Rolle in der Geschichte Europas und des Orients. Geschichtsinteressierten Menschen wird in der Metropole am Bosporus an fast jeder Straßenecke (Welt)geschichte begegnen.

Brückenfans:

Istanbul ist nah am Wasser gebaut und die einzige Stadt der Welt, deren Brücken zwei Kontinente miteinander verbinden. Kein Wunder, dass die Brücke der Märtyrer des 15. Juli und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke über den Bosporus sowie besonders die Galatabrücke über das Goldene Horn zu den bekanntesten und imposantesten Brücken der Welt gehören.

Kirchen- und Moschee-Interessierte:

Mit der Chora-Kirche, der Eyüp-Sultan-Moschee, der Hagia Irene, der Hagia Sophia, der Ortaköy-Moschee, der Süleymaniye-Moschee und der Sultan-Ahmed-Moschee (um nur die wichtigsten zu nennen) hat Istanbul eine unglaubliche Vielzahl an wunderschönen christlich-orthodoxen und islamischen Gotteshäusern zu bieten.

Palast-Liebhaber:

Was ihre Residenzen angeht, zeigten sich die osmanischen Sultane nicht gerade von ihrer geizigen Seite. Mit dem Beylerbeyi-, dem Çirağan-, dem Dolmabahçe-, dem Küçüksu-, dem Topkapi- und dem Yildiz-Palast stehen einige der prachtvollsten und luxuriösesten Herrscherhäuser der Welt an den Ufern des Bosporus.

Hamam-Geher:

Ein Besuch eines türkischen Bades ist eine Wohltat für Leib und Seele. In Istanbul hat man, was Hamams angeht, die Qual der Wahl. Hier stehen die besten und bekanntesten türkischen Badehäuser.

Aussichtsfans: 

Istanbul liegt am Wasser und ist auf Hügeln gebaut. Folglich genießt man von vielen Punkten Istanbuls aus eine grandiose Aussicht auf die Stadt und das Wasser.

Gourmets:

Die türkische Küche ist weit mehr als nur Döner und Lahmacun. In Istanbul kommen Freunde der türkischen und orientalischen Küche voll auf ihre Kosten.

Beste Reisezeit

Jan
Feb
Mrz
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Aufgrund der Lage zwischen dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer herrscht in Istanbul ein mild-feuchtes Seeklima. Während der Sommermonate kann es jedoch wegen der südlichen Lage der Stadt durchaus zu Hitzeperioden mit Temperaturen weit über 30 Grad kommen. Die Winter sind in Istanbul relativ kühl, mitunter sogar kalt und in den Wintermonaten fällt auch der meiste Niederschlag. Frühling und Herbst können wechselhaft sein, oftmals überwiegt jedoch ein angenehm mildes und sonniges Wetter. Insofern sind der Frühsommer (Mai und Juni) und der Frühherbst (September und Oktober) die besten Reisemonate. Wer es etwas wärmer mag, kann natürlich auch im Hochsommer (Juli und August) nach Istanbul reisen. Für diejenigen, die ihre Zeit lieber in Kirchen, Museen und Palästen verbringen (und davon gibt es in Istanbul wahrlich genug), sind selbstverständlich auch der Herbst und der Winter eine geeignete Reisezeit.

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Anreise

Mit dem Auto:

Wer will, kann natürlich die über 1.500 Kilometer lange Autofahrt von Deutschland, Österreich oder der Schweiz nach Istanbul auf sich nehmen. Entspannter kommt man allemal mit dem Flugzeug an.

Mit der Bahn:

Die Anreise mit der Bahn ist mit mehrmaligem Umsteigen in Budapest und Bukarest oder Budapest, Belgrad und Sofia verbunden. Insofern also keine besonders entspannte Variante.

Mit dem Flugzeug:

Istanbul hat zwei Großflughäfen. Der Flughafen Istanbul-Atatürk ist der größere und bedeutendere der beiden. Hier starten und landen fast alle Linienflüge von und nach Istanbul. Vom Atatürk-Flughafen aus gibt es mehrmals tägliche Verbindungen in alle größeren Städte Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Der Flughafen Istanbul-Sabiha Gökçen wurde 2001 eröffnet und wird vornehmlich von Billig- und Charterfluggesellschaften genutzt. Auch von Sabiha Gökçen werden fast alle wichtigen deutschen, österreichischen und schwerizer Flughäfen angeflogen.



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Einkaufen

In Istanbul prallen zwei Einkaufswelten aufeinander (im positiven Sinne): Die alt-orientalische der Basare und die modern-westliche der Einkaufsstraßen und -zentren.

Wer sich gerne im chaotischen Getümmel eines Basars verliert, sollte unbedingt den berühmtesten unter Istanbuls Basaren besuchen – den Großen Basar. Er ist das pulsierende Einkaufsherz der türkischen Millionenmetropole. Mit über 4.000 Geschäften, die sich auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern und auf über 60 Straßen verteilen, ist der Große Basar einer der größten und auch ältesten überdachten Märkte der Welt. Und selbstverständlich ist er auch einer der belebtesten. Täglich kommen bis zu einer halben Million Menschen, um in diesem Einkaufsmekka zu gucken, zu staunen und natürlich auch einzukaufen. Von Stoffen und Teppichen über Schmuck und Lederwaren bis zu Lampen und Lebensmitteln gibt es hier kaum etwas, was es nicht gibt.

Wer Gewürze einkaufen möchte, sollte unbedingt den Misir Çarşisi besuchen. Dieser Markt ist ein einziges Meer an Düften und Farben und stellt alles in den Schatten, was man gemeinhin aus einem europäischen Supermarkt oder Feinkostladen kennt. Auf dem Misir Çarşisi werden übrigens nicht nur Gewürze verkaufen, sondern auch getrocknete Früchte, Nüsse, Tees, Öle und Essenzen aller Art.

Wem es auf einem Basar zu wuselig und unübersichtlich ist und wer lieber auf einer Einkaufsstraße flaniert, sollte in Istanbul auf jeden Fall die Istiklal Caddesi entlang spazieren. Sie ist die Haupteinkaufsmeile der türkischen Metropole und wird an manchen Tagen von drei Millionen Menschen frequentiert. Auf etwa 1,5 Kilometern Länge findet man hier alles, was das Shopping-Herz begehrt.

Kauf- und Warenhäuser sind in Istanbul ein etwas neueres Phänomen. Erst in den 1980er- und 1990er-Jahren wurden die ersten gebaut; seitdem boomen sie aber und inzwischen hat so gut wie jeder Istanbuler Stadtteil seine eigene Shopping Mall. Im Großen und Ganzen haben die meisten Einkaufszentren zwar einen europäischen Anstrich, bieten aber trotzdem oft ein interessantes orientalisches Flair.

Essen und Trinken

Istanbul ist eine Stadt am Wasser. Kein Wunder also, dass Fisch hier auf Platz eins der Speisekarte steht. Er kommt meist fangfrisch aus dem Bosporus sowie dem nur unweit entfernten Schwarzen oder Ägäischen Meer. Von lüfer (Blaubarsch) über kalkan (Steinbutt) und barbunya (Meerbarbe) bis hin zu hamsi (Sardinen aus dem Schwarzen Meer) ist die Fischkarte oft lang.

Das Frühstück der meisten Istanbuler fällt eher klein aus. Oft gibt es nur ein paar Scheiben Weißbrot mit Oliven, Schafskäse und Tee mit Honig. Selbstverständlich kann man aber auch ein reichhaltiges Frühstück zu sich nehmen. Die meisten Hotels bieten ihren Gästen sowieso größere Frühstücksbuffets an. Und wer es ganz groß mag, kann auch einen typischen Istanbuler Brunch machen, der aus einem riesigen Korb mit unterschiedlichen Brotsorten besteht und vielen kleinen Schälchen (den sogenannten mezze) mit Oliven, Paprika, Käse, süßen und pikanten Aufstrichen, Honig und Marmeladen.

Zu Mittag begnügen sich die Istanbuler meist mit einer etwas kleineren und schnelleren Mahlzeit. Selbstverständlich hat man auch hier die Möglichkeit zu McDonalds, Burger King & Co. gehen. Viel interessanter wird es aber, wenn man sich in eine sogenannte Lokanta setzt. Die an fast jeder Straßenecke anzutreffenden, eher schlicht ausgestatteten Restaurants zeigen im Eingangsbereich in einer meist langen Reihe an Warmhaltebecken typische türkische Hausmannskost. So gut wie immer dabei sind Köfte (Hackfleischbällchen) in allen Variationen und Kebab mit Gemüse oder auch als Grillteller.

A propos Kebab: Die sich drehenden Grillfleisch-Spieße sind natürlich auch in Istanbul omnipräsent, aber die Art des Servierens unterscheidet sich ein wenig von jener in Deutschland. Anstatt eines randvoll mit Fleisch, Salat und Soße gefüllten Fladenbrotes wird ein Istanbuler Döner in einer Art halbem Baguette mit ein paar Stückchen Fleisch, Tomate und Gurke serviert. Auch die Soßenauswahl ist in Istanbul etwas anders als in Deutschland.

Das Abendessen findet in Istanbul etwas später statt als für gewöhnlich in unseren Breiten. Vor 20 Uhr setzt sich kaum ein Istanbuler an den Tisch. Der Ablauf eines typischen Istanbuler Dinners ist wie folgt: Zuerst werden die Getränke serviert. Wer einen starken „Aufschlag“ mag, kann gleich mit einem Raki – einem 48-prozentigen Anisschnaps – starten. Ansonsten trinkt man in der Regel bira (Bier) oder şarap (Wein). Danach wählt man unter den fertigen kalten Vorspeisen aus und wartet auf die warmen Zwischengerichte. Erst dann folgt das eigentliche Hauptgericht (meist Fisch oder Fleisch). Die Desserts in der Türkei sind bekanntermaßen von der süßen Seite. Überall zu finden sind baklava, ein hauchdünner, mit Pistazien oder Walnüssen gefüllter und in Zuckersirup getränketer Blätterteig und eine Vielzahl verschiedener Puddingsorten (muhallebi). Gerne wird zum Nachtisch aber auch nur frisches Obst (mayve) bestellt, das geschält und geschnitten serviert wird. Und zum Abschluss wird ein Abendessen in Istanbul erst mit einem Mokka zu einer runden Sache. Man kann ihn ungezuckert (sade), mittelsüß (orta) oder süß (şekerli) trinken.

Nachtleben und Unterhaltung

Das Nachtleben Istanbuls wird der Stellung der Stadt als größte Metropole Europas durchaus gerecht. Die Auswahl an Bars, Kneipen, Clubs und Discos ist gigantisch. Aufgrund der Größe der Stadt gibt es gleich mehrere Zentren des Nachtlebens: Beyoğlu, Cihangir und Aksaray auf der europäischen Seite und Kadikoy auf der asiatischen Seite sind für ihr reges Nachtleben bekannt.

Die absolute Number 1 Location in Sachen Nightlife ist die Istiklal Caddesi. Die Istiklal, wie sie von den Einheimischen kurz genannt wird, ist die wichtigste Einkaufsstraße der Stadt und reicht vom Tünel-Platz bis zum Taksim-Platz. Seit den 1990er-Jahren ist sie eine Fußgängerzone, in der bis in die späten Abendstunden geshoppt und gegessen wird. Danach verwandelt sich die Istiklal Caddesi in Istanbuls Partymeile Nummer 1. Wie viele Bars und Clubs es tatsächlich auf der Istiklal gibt, weiß keiner so genau. Spielt aber auch keine Rolle – wichtig ist nur, dass hier jeden Abend bei türkischem und internationalem Rock, Punk, Dancefloor, Jazz und fast jeder anderen erdenklichen Musikrichtung bis zum Morgengrauen gefeiert und getanzt wird.

Auch in den Nebenstraßen/-gassen der Istiklal Caddesi gibt es eine Vielzahl an Party-Locations. Oft befinden sich die Bars und Clubs in den oberen Stockwerken der Häuser und bieten von ihren Terrassen einen herrlichen Ausblick auf die Lichter der Stadt und den Bosporus.

A propos Bosporus: Wer in Istanbul auf den Dancefloor will, hat die Qual der Wahl zwischen einer Reihe von guten und bekannten Diskos. Die bekanntesten sind die open-air Clubs direkt am Wasser. Tanzen an der Schnittstelle von Europa und Asien ist schon eine besondere Erfahrung.

Sehenswürdigkeiten